Chroniken von siegreichen Schlachten und erkenntnisreichen Niederlagen.
Hier findet ihr Berichte von den letzten Kämpfen.
Am 16.03.2025 lud uns die SG aus Elberfeld zur siebten Runde der diesjährigen NRW-Liga 2 ein.
Da wir endlich wieder einmal in Bestbesetzung antreten konnten, waren wir in diesem für den Klassenerhalt wichtigen Kampf leicht favorisiert. Ein Selbstläufer war es natürlich dennoch nicht.
Der Gegner von Jiri Soukup wählte eine scharfe Variante, bei der er in der Eröffnung einen Bauern opferte und Jiri unter Druck setzte. Jiri gab jedoch den Bauern zurück und der gegnerische Angriff verflüchtigte sich, so dass der Remisschluss die logische Folge war.
Es folgte ein weiteres Remis von Thomas Mollema in einer ausgeglichenen Partie, in der das Gleichgewicht nie gestört wurde.
Unsere Führung besorgte wenig später Jeroen Bosch, dessen Gegner bei seinen Gewinnversuchen ein zu hohes Risiko eingegangen war. Thorsten Haub hatte es am Spitzenbrett mit einem starken Gegner zu tun, der Thorstens Angriff am Königsflügel ausreichend Gegenspiel am Damenflügel entgegensetzen konnte, so dass auch diese Partie Remis endete.
Martin Grümann konnte danach unsere Führung ausbauen, indem er in einem Endspiel den Vorteil des Läuferpaares ausnutzen konnte. Doch auch dies war noch nicht die Entscheidung, denn nun wurde es erst richtig spannend: Zoya Schleining hatte in einem Damenendspiel zwar einen Bauern mehr, doch dieser schien nicht für einen Sieg zu reichen.
Sascha Pfleger hatte in einer zunächst bequemer wirkenden Stellung mit einem Figurenopfer zu seinem Nachteil Verwicklungen heraufbeschworen und die Stellung von Darius Tomiczny war nach einem doppelten Bauernopfer für Königsangriff völlig unklar.
Doch es war Darius, der schließlich für die Entscheidung sorgte. Er opferte eine Figur, um seinen Angriff weiter zu verstärken. Wenig später musste sein Gegner die Dame geben, wonach die Partie nicht mehr zu halten war.
Kurz danach gab Zoya ihre Partie Remis, und in Saschas Partie gab die Mehrfigur des Gegners den Ausschlag. Mit diesem Sieg haben wir den Klassenerhalt nun zwei Runden vor Saisonende bereits gesichert.
Einzelergebnisse und Paarungen findet ihr hier: NRW-Liga 2 24/25
Am 01.03.2025 luden uns die Schachfreunde aus Menden ins Pfarrheim Heilig Kreuz zur fünften Runde der Bezirksliga Iserlohn ein.
Die Ausgangslage war klar: Wenn wir uns noch eine kleine Chance auf den Aufstieg erhalten wollten, dann mussten wir hier und heute gewinnen. Dementsprechend motiviert gingen wir in die Begegnung.
An allen Brettern gab es spannende Partien und interessante Stellungen. Am fünften Brett zeigte sich früh, in welche Richtung das Pendel ausschlagen würde. Unser Spieler Dieter Cramer wusste bereits aus der Eröffnung heraus zu überzeugen und konnte seinen Gegner Markus Völlmecke schon in dieser Phase stark unter Druck setzen. Schlussendlich musste sich der Mendener geschlagen geben, weil er mit zwei Bauern weniger und erheblichem Raumnachteil keine sinnvollen Züge mehr fand und aufgab.
An Brett eins war es besonders erfreulich, dass unser Spieler Heinrich Kalnik seinen ersten Saisonsieg einfahren konnte. Er überrannte Marc Störing am Königsflügel erfolgreich. Der Angriff mit einem Bauern auf der h-Linie, unterstützt durch die verdoppelten Türme auf der g-Linie und die Dame auf der f-Linie, war letztendlich nicht aufzuhalten. So präzise und angriffslustig vorgetragen war es eine ansehnliche und schöne Partie für die Zuschauer.
Rüdiger Haude steht nach dieser Runde bereits bei 3 von möglichen 4 Punkten und ist damit Topscorer für den SVL. Er konnte am zweiten Brett in einer Skandinavisch-Partie zwar keinen Sieg gegen Luca Napierala eintüten, dafür aber einen wichtigen halben Punkt gewinnen, der später den Mannschaftssieg sicherte.
Am dritten Brett bestätigte Tarik Atasoy seine bestechende Form und Schärfe gegen Detlev Zuleger in einem Sizilianer. Unser Mann konnte schnell die Kontrolle über das Zentrum gewinnen und spielte die Eröffnung fehlerfrei. Es wurde für den Mendener zunehmend schwieriger, dem Druck standzuhalten, und spätestens nachdem sich die f-Linie öffnete und der schwarze Läufer auf h6 einen Platz in der gegnerischen Stellung fand, war es objektiv und praktisch kaum noch zu verteidigen. Der Sieg war uns somit sicher!
Kommen wir nun zu den Kämpfen, die aus unserer Sicht leider kein positives Ende fanden. An Brett sechs spielte Wladimir Demin gegen Matthias Bilstein. In dieser Runde agierte das Letmather Urgestein leider etwas zu passiv und konnte den Angriff seines Gegners auf dem Königsflügel nicht abwehren – und schließlich auch nicht standhalten. Er verlor das Spiel, kämpfte jedoch tapfer bis zum Ende!
An Brett vier verlor Jakob Schmidt in der Schlussphase unter Zeitnot die Nerven – in einer bis dahin sehr ausgeglichenen Partie gegen Danny Aßmann. Der Mendener stellte dem Gast aus Letmathe eine Falle, in die Jakob leider hineintappte. Mit einer Qualität weniger und unter fünf Minuten auf der Uhr war die Stellung nicht mehr zu halten. Ärgerlich, weil die Stellung aus praktischer Sicht vor dem Fehler sehr angenehm für Schwarz zu spielen war. Am Ende konnte der Letmather nur dicke Backen machen und seinem Gegner zu einer schönen Partie und Idee gratulieren.
Wir bedanken uns abschließend für die Gastfreundschaft unserer Schachfreunde aus Menden und für den spannenden Mannschaftskampf in der Bezirksliga.
Nach diesem Spieltag ist klar: Wir können den Aufstieg zwar nicht mehr aus eigener Kraft schaffen, aber wir werden in den letzten beiden Runden alles geben und bei Fehlern der anderen Mannschaften bereitstehen.
Einzelergebnisse und Paarungen findet ihr hier: Bezirksliga Iserlohn 24/25
Am 01.02.2025 durften wir die Schachfreunde aus unserer Nachbarstadt Hemer bei uns in Dröschede empfangen. Pünktlich um 15 Uhr konnten wir die vierte Runde der diesjährigen Bezirksliga starten.
Die Ausgangssituation vor dem Mannschaftskampf war für uns wie folgt: Zwei Runden waren gespielt (die dritte Runde war für uns spielfrei), und wir hatten bis dahin leider nur einen Mannschaftspunkt ergattern können. Umso motivierter gingen wir in die Partien.
Und tatsächlich zeigte sich am Samstagnachmittag, dass Caissa auf unserer Seite stand.
An Brett 1 lieferten sich Kalnik auf unserer Seite und Klaus auf Hemeraner Seite ein sehenswertes Angriffsschach. Ganz im Stile der Schachromantiker gab es nur eine Richtung – auf den gegnerischen König. Bis weit in die Mitte der Partie hielten beide Spieler ihre Könige unrochiert in der Brettmitte, sodass das Spielfeld einem Flammenmeer glich. Dieses Spektakel endete mit einem Sieg für die Auswärtsmannschaft.
An Brett 2 trat Rüdiger Haude mit Weiß gegen Christian Stiller an. Vor der Partie hatte der Letmather geplant, mit e4 zu eröffnen, entschied sich aber kurzfristig um und brachte stattdessen seinen Damenbauern als Erstes ins Spiel. Kurz darauf kam eine Partie mit Damengambit-Strukturen auf das Brett. Rüdiger konnte sich am Ende durchsetzen und damit einen wichtigen Punkt für uns sichern.
Tarik Atasoy spielte an Brett 3 mit den schwarzen Steinen gegen Jens Rohrsen, der mit e4 eröffnete. Unser Spieler antwortete mit c5, und ein Sizilianer kam aufs Brett. In einer ruhigen Eröffnung wählte Rohrsen mit Weiß nicht die kritischsten Züge und sollte von Atasoy die Leviten gelesen bekommen, welcher sukzessive das Blatt zu unseren Gunsten wenden konnte. Mit einem schönen Manöver am Königsflügel übernahm unser Spieler strategisch die Oberhand. Der Hemeraner wusste nicht so recht, wie ihm geschah, bis sich der Vorhang nach einigen präzisen Zügen lüftete und er sich in einer verlorenen Stellung wiederfand.
Am vierten Brett traf Jakob Schmidt mit Weiß auf Klaus Schreiber. In einem angenommenen Damengambit konnte Schmidt früh die Initiative ergreifen und bereitete dem Hemeraner große Probleme. Leider gelang es dem Letmather unter Zeitdruck nicht, seine vorteilhafte Stellung in einen Sieg zu verwandeln, und er gab seinen Vorteil Zug um Zug aus der Hand. Doch mit dem letzten Zug vor der Zeitkontrolle unterlief Schreiber ein folgenschwerer Fehler: Er ließ die weiße Dame tief in sein Lager eindringen. Diese kontrollierte daraufhin alle wichtigen Felder und unterstützte einen weit vorgerückten Bauern entscheidend. Trotz einer starken Verteidigungsleistung musste sich Schreiber letztlich doch noch geschlagen geben.
Dieter Cramer holte für das Heimteam den vierten vollen Punkt. Nach knapp drei Stunden bezwang er mit den weißen Steinen den Hemeraner Rustam Yangibayev. Cramer konnte seine ganze Routine ausspielen und sich in einer soliden Stellung im königsindischen Stil einen souveränen Sieg für unsere zweite Mannschaft sichern. Damit war der Mannschaftskampf endgültig entschieden, und wir konnten unseren ersten Saisonsieg feiern.
Ein Mannschaftskampf ohne Remis? Kaum vorstellbar. Am sechsten Brett kämpfte unser Altmeister Wladimir Demin tapfer für ein Unentschieden. Der 79-jährige Letmather spielte fast die volle Distanz und einigte sich kurz vor 19 Uhr mit seinem Gegner Detlef Treese auf eine Punkteteilung.
Alles in allem könnte man das Phrasenschwein gut füllen, wenn man diesen Kampf mit der Floskel „Der Knoten ist geplatzt“ beschreiben würde. Doch ob das wirklich der Fall ist, wird sich erst in den kommenden Runden zeigen. Was sich jedoch mit absoluter Sicherheit sagen lässt: Wir freuen uns riesig über den ersten Saisonsieg! Dieser Erfolg ist enorm wichtig für die Moral – und plötzlich scheint in der Liga wieder alles möglich.
Zum Schluss bedanken wir uns herzlich bei unseren Schachfreunden aus Hemer für einen fairen und spannenden Wettkampf und wünschen ihnen eine erfolgreiche Saison!
Einzelergebnisse und Paarungen findet ihr hier: Bezirksliga Iserlohn 24/25
Am 15.12.2024 empfingen wir die den SV Hemer aus unserer Nachbarstadt zum Nachholspiel aus Runde 2.
Wir gehen favorisiert in die Runde, sind allerdings mit einem 0:1 Handicap vorbelastet, da wir nur zu siebt antreten können. Nichtsdestotrotz versuchen unsere Spieler ihr Bestes, um doch etwas Zählbares mitnehmen zu können. Es geht hin und her an den Brettern.
An Brett 2 standen sich zwei Titelträger gegenüber. Großmeister Haub konnte allerdings keine bessere Stellung gegen WGM Voicu-Jagodzinsky erzwingen und die Partie geht leistungsgerecht Remis aus. An Brett 3 und 4 können unsere beiden IM´s Bosch und Schleining relativ ungefährdete Siege erzielen und punkten.
An den hinteren Brettern verliert Mollema an Brett 5 gegen Jagodzinsky während Grürmann an Brett 6 ein Remis eintüten kann, nachdem er zuvor einen Mehrbauern nicht in gewinnbringenden Vorteil ummünzen konnte. Tomiczny sichert uns rückblickend den entscheidenden Punkt zum 4:4 Unentschieden, da Schaar an Brett 8 ein schwieriges Damenendspiel nicht mehr Remis halten konnte und letztlich verlor.
Wir können sehr sicher auf Platz 3 überwintern und sind damit voll im Soll. Wir hätten uns den Sieg gewünscht, trennen uns hier aber leistungsgerecht Unentschieden. Beste Grüße nach Hemer, vielen Dank für den spannenden und fairen Mannschaftskampf.
Zeitgleich verabschieden wir uns damit in die Winterpause und wünschen allen da draußen einen guten Rutsch!
Einzelergebnisse und Paarungen findet ihr hier: Nrw-Liga 2 2024/2025.
Am 08.11.2024 empfingen wir die zweite Mannschaft der Schachfreunde aus Essen-Karternberg.
In diesem Kampf waren wir klarer Favorit, mussten die Punkte allerdings auch dringend machen, um nicht in die Abstiegsrange zu rutschen. Bis auf Sascha Pfleger waren auch alle Stammkräfte an Bord.
Das frühe 1-0 gelang Guido Heeke. Dies war besonders erfreulich, weil Guido oft die undankbare Aufgabe hat, gegen deutlich stärkere Gegner irgendwie ein Remis abzuklammern. Das 2-0 besorgte Jiri Soukup in einer kuriosen Partie, in der er zwischenzeitlich nur noch einen Bauern, aber noch alle (!) Figuren auf dem Brett hatte! Mir stellt sich die Frage, ob die Partie damit einzigartig ist. Selbst wenn man versuchen würde, eine solche Partie zu konstruieren, dürfte man sich schwertun, wenn die Zugfolge von vorne bis hinten auch Sinn ergeben soll. Wenig später ließ Thomas Mollema nach einer wie so oft technisch starken Vorstellung das 3-0 folgen. Martin Grürmann tat sich mit Gewinnversuchen lange schwer, da sein Gegner zunächst solide und fehlerfrei agiert gewann aber schließlich nach einem Fehler erst die Qualität und kurz vor der Zeitkontrolle auch die Partie. Darius Tomiczny investierte im Mittelspiel zu viel Zeit, die ihm am Ende fehlte, so dass Katernberg auf 4-1 verkürzen konnte.
Den Mannschaftssieg machte Zoya Schleining perfekt, die ein Turmendspiel mit einem Minusbauern erfolgreich verteidigen konnte. Nachdem Jeroen Bosch seinen Gegner souverän überspielt und auf 5,5-2,5 erhöht hatte, spielte nur noch unser Großmeister Thorsten Haub an Brett 1. In einer interessanten Partie war Thorsten zwischenzeitlich ins Risiko gegangen und hatte eine Figur für Königsangriff geopfert. Den Sieg schon vor Augen, spielte er allerdings ungenau und ließ seinen Gegner ins Dauerschach entkommen.
Am Ende stand mit 6-2 ein standesgemäßer Sieg, wodurch wir erst einmal im gesicherten Mittelfeld der Tabelle liegen.
Einzelergebnisse und Paarungen findet ihr hier: Nrw-Liga 2 2024/2025.
Am 16.11.2024 empfingen uns die Schachfreunde aus der Nachbarstadt Hagen. Oder doch nicht?
Der Kampf beging bereits kurios, denn eigentlich sollte die zweite Runde in Hagen ausgetragen werden. Unerwarteterweise vergaßen die Gastgeber aber ihre Schlüssel zur Spielstätte. Kurzer Hand wurde aus dem Auswärtskampf ein Heimkampf, denn wir luden die gegenerische Mannschaft nach Iserlohn ein, um den Kampf, etwas verzögert, aber doch noch termingerecht, austragen zu können.
Leider wurde der Heimkampf zu einem Heimkrampf, denn abermals bekamen wir unsere PS nicht auf die Straße beziehungsweise auf das Brett. Langsam aber stetig entwickelten sich die Partien zu unserem Nachteil. Bis auf zwei souveräne Siege an Brett 2, durch Rüdiger Haude und an Brett 6, durch Reiner Pieczka konnten wir noch ein Remis an Brett 4, durch Dieter Cramer erkämpfen. An allen weiteren Bretten mussten wir uns geschlagen geben.
Es ist alles andere als ein Start nach Plan für unsere zweite Mannschaft, aber in Letmathe zeigt man sich weiter kämpferisch: "Hast du Pech an der Figur, dann hast du Pech an der Figur. Aber es kommen bessere Tage."
Vielen Dank an unsere Gastgeber/Gäste aus Hagen für den spannenden und harten Kampf!
Am dritten Spieltag haben wir spielfrei, daher verabschieden wir uns frühzeitig in die Winterpause.
Einzelergebnisse und Paarungen findet ihr hier: Bezirksklasse 2024/2025.
Am 10.11.2024 empfingen und die Gastgeber aus Brühl zur dritten Runde der diesjährigen NRW-Liga 2 Saison. Nachdem man die zweite Runde gegen den SV Hemer in die Zukunft verlegt hatte hieß für unsere erste Mannschaft: Volle Fahrt Richtung erster Heimsieg.
Als leichter Favorit auf dem Papier ging es schnell ans Eingemachte. Von Brett 1 bis Brett 8 entwickelten sich scharfe Kämpfe mit unklarem Ausgang. Leider gibt es diesmal keine weiteren Details und Angaben bis auf das offizielle Ergebnis. Wir hatten keinen Beobachter vor Ort und alle Spieler waren bis zum Ende auf ihre Partien konzentriert.
Schlussendlich kann man aber sagen: Erster Sieg der Saison eingetütet! Ein harter Kampf über die volle Distanz und das Pendel schlägt letztlich zu unserem Vorteil aus.
Wir bedanken uns hiermit bei unserem Gastgeber aus Brühl für den spannenden und harten Kampf, sowie für die Gastfreundschaft.
Einzelergebnisse und Paarungen findet ihr hier: Nrw-Liga 2 2024/2025.
Am 12.10.2024 empfingen wir zur ersten Runde der Bezirksliga Iserlohn die Schachfreunde vom SV Turm Hohenlimburg 2. Nach der Begrüßung durch unseren Vorsitzenden Axel Schaar starteten die Partien um 15:00 Uhr.
Wir gingen als leichter DWZ-Favorit ins Rennen, doch es zeigte sich, dass dieser Vorteil nur auf dem Papier bestand. Alle Partien waren lange Zeit ausgeglichen.
Die ersten halben Punkte holten Atasoy und Haude an Brett 2 und 3. Tarik nahm in einer unübersichtlichen Sizilianisch-Partie das Remisangebot seines Gegners Zoudi-Jarrouj an und Rüdiger folgte in einer Katalanisch-Partie mit einem weiteren halben Punkt. In der nachträglichen Analyse zeigte sich, dass seine Gegnerin, Alica Hövelmann, Chancen hatte den Letmather vor weitere Probleme zu stellen.
Jakob Schmidt holte den ersten vollen Punkt an Brett 4 gegen Peter Herröder in einem abgelehnten Damengambit. Ein intensiver Kampf ums Zentrum charakterisierte die Partie, welche durch einen taktischen Fehler des Hohenlimburgers entschieden wurde
Mit zwei Punkten aus drei Partien sah es vielversprechend aus. An Brett 6 zementierte Demin seinen Vorteil mit einem Springer auf d5, und Cramer hatte an Brett 5 eine Qualität mehr. Doch am ersten Brett begann die Fassade zu bröckeln. Kalnik schilderte im Nachgang, dass er an einer kritischen Stelle den falschen Turm auf die C-Linie setzte und damit seinen Turm auf der H-Linie vom Spiel ausschloss. Dieser unscheinbare Fehler führte zu einer schlechteren Stellung, die sein Gegner Marc André Plöger kontinuierlich verbesserte und letztlich in einen Sieg für die Hagener verwandelte.
Die Entscheidung lag nun bei Brett 5 und 6. Dieter brachte eine Niederlage mit in den Analyseraum, nachdem sein Qualitätsvorteil auf Brett 5 nicht zum Erfolg führte und er von seinem Gegner Lennart Albrandt zurückgedrängt wurde. Schließlich brachte Vladimir Erleichterung, als er an Brett 6 einen Sieg gegen Noah Kamphake errang. Sein starker Springer reichte aus, um den Mannschaftspunkt zu sichern.
Das Endergebnis war ein leistungsgerechtes 3:3 Unentschieden.
„Wir müssen unsere Wunden lecken“, resümierte ein Letmather, „und beim nächsten Spieltag wieder angreifen!“ Wir bedanken uns bei den Gästen aus Hohenlimburg für einen fairen und spannenden Kampf und wünschen viel Erfolg für die weitere Saison.
Die Ausgangslage war nicht gut: Mit Jeroen Bosch und Thomas Mollema fehlten bei uns zwei wichtige Stammspieler. Unser für seine vorsichtigen Prognosen bekannter Mannschaftsführer Axel Schaar gab dann auch das nicht sehr ermutigende, wenngleich durchaus realistische Ziel aus, mindestens ein 2-6 zu erreichen.
Wer das für zu pessimistisch hielt, wurde nach Bekanntgabe der Aufstellung der Düsseldorfer eines Besseren belehrt: 3 Großmeister und einen starken Internationalen Meister brachten sie an die Bretter, und auch die hinteren Bretter konnten sich sehen lassen. Im Schnitt waren die Gegner an jedem Brett fast 200 Elo-Punkte besser als wir — ein Klassenunterschied. Doch der Kampf lief ganz anders als erwartet, nach 2 Stunden bot sich folgendes Bild: Darius Tomiczny hatte noch in der Eröffnungsphase ein Remis vereinbart und auch ansonsten war überhaupt nicht klar, an welchen Brettern die Düsseldorfer uns eigentlich schlagen wollten. Es folgte ein Remis von Guido Heeke in vermeintlich leicht besserer Stellung. Die spätere Analyse ergab jedoch, dass die äußerst passive Stellung seines Gegners bei bestem Spiel von Guido in einigen Zügen verloren gewesen wäre.
Am Spitzenbrett erreichte unser Großmeister Thorsten Haub ein souveränes Remis. Leider kippte danach der Kampf zu unseren Ungunsten: Axel Schaar verlor, nachdem er zwischenzeitlich klar besser gestanden hatte, Zoya Schleining konnte ihre immer leicht schlechtere Stellung nicht mehr verteidigen und auch Sascha Pfleger verlor, nachdem die Stellung lange Zeit ausgeglichen schien. Martin Grürmann erreichte in der Eröffnung durch ein taktisches Manöver eine ausgeglichene Stellung, die dann auch bis zum Ende ausgeglichen blieb — Remis. Zum Abschluss konnten wir durch Jiri Soukup sogar noch einen Sieg feiern. Jiri hatte seinen Gegner gut im Griff und konterte ihn aus, nachdem dieser ein Remis abgelehnt hatte. Insgesamt haben wir uns hervorragend verkauft und hatten den Kampf sogar gewinnen können.
Wir bedanken uns bei der Heimmannschaft und gratulieren zu einem umkämpften Sieg.
Aktuell melden wir zwei Mannschaften im Ligabetrieb. Erfahrt hier mehr über unsere Teams.
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